Die Krise erfordert Leader und keine Manager!

Momentan tobt ein Orkan auf den Weltmärkten, der mit keiner anderen Krise vergleichbar ist. Er ist multipolar und infiziert jedes Land, jede Industrie und jede Branche. Die Mehrzahl der heutigen Führungskräfte hat eine derartige Krise bislang nicht erlebt und steht ihr nahezu ohnmächtig und orientierungslos gegenüber. Panik und Angst kommen auf, was vielfach zu unkontrollierten Aktionen führt. Statt aber ohnmächtig und panisch die Orientierung zu verlieren, gilt es als Führungskraft, unternehmerisch zu agieren, sich auf die Chancen eines Unternehmens zu konzentrieren, sich etwas einfallen zu lassen und die Schwäche des Umfeldes auszunutzen, um Neues und Innovatives durchzusetzen. Gefragt sind hier Leader und keine Manager, denn es geht weniger um ein Bewahren der Gegenwart (Bereich des Wissens) als vielmehr um einen Wettlauf um die Zukunft (Bereich des Nichtwissens). Der ehemalige kanadische Eishockey-Star Wayne Gretzky sagte einmal, zu seinem Erfolg befragt: "Ich bin nicht da, wo der Puck ist, sondern da, wo er sein wird."

Häufig werden die Begriffe Management und Leadership allerdings synonym verwendet. Jedoch besteht dazwischen ein fundamentaler Unterschied und verlangt unterschiedliche Fähigkeiten: Managen tut man Ressourcen und Führen tut man Menschen. Leader stehen vor der Herausforderung, mit ihrem Unternehmen und ihren Mitarbeitern sowohl kurzfristig Geld zu verdienen als auch langfristig zu überleben. Dabei sind sie gefordert, immer neue Möglichkeiten zu identifizieren und Optionen abzuwägen, wie ihr Unternehmen langfristig überleben kann. Kernfähigkeit ist dabei weniger "having the answer" (Manager) als vielmehr "to live in the question" (Leader). Hierzu ist es notwendig, neue Perspektiven einzunehmen, die ausserhalb der "Ur-Rille" oder des "Ur-Bildes" ihres Unternehmens liegen.

Dazu bedarf es einer Portion Mut, denn man muss sich denen widersetzen, die weitermachen wollen wie bisher. Theodor Fontane sagte: "Am Mut hängt der Erfolg". Und letzten Endes braucht es das Glück des Tüchtigen.